Aufruf zur Fahrradsternfahrt 2006

Liebe Radfahrerinnen und liebe Radfahrer aus Hamburg und Umgebung!

Seit 1984 hat sich der Fahrradverkehr in Hamburg fast verdreifacht. Dies ist das Ergebnis der neuesten Verkehrszählung. Sogar im letzten Winter fuhren viele Menschen in und nach Hamburg mit dem Rad. Zirka 40% der Hamburger Haushalte haben kein Auto, aber fast jeder Haushalt besitzt mindestens ein Fahrrad. Es gibt beinahe ebenso viele Drahtesel in Hamburg wie Einwohner. Und obwohl beinahe 20% des rollenden Individualverkehrs mit dem Rad gefahren werden, gibt die Stadt Hamburg nur 0,7 Promille des Verkehrshaushaltes für den Fahrradverkehr aus. Daran hat sich trotz vollmundiger Ankündigen des Senats bisher nichts geändert.

Daher veranstalten Verkehrs-, Umwelt-, „Eine Welt"- und Friedensinitiativen aus Hamburg und dem niedersächsischen und schleswig-holsteinischem Umland in diesem Jahr im Rahmen des bundesweiten "autofreien Sonntags" wieder eine Fahrraddemonstration.

Ziel dieses Protestes ist die Förderung des „Umweltverbundes" im Verkehr, d.h. des Zu-Fuß-Gehens, des Fahrradfahrens und des Benutzens öffentlicher Verkehrsmittel. Wir fordern unter anderem, dass für den Fahrradverkehr ein Drittel der Finanzen des Hamburger Verkehrshaushaltes zur Verfügung steht. Für bessere Radwege, Radspuren auf den Straßen, Velorouten und bessere Fahrradabstellanlagen. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit, weg mit den Bettelampeln. Hört auf, Hamburg in eine Rennstrecke umzubauen.

Wenn Sie diese Forderungen unterstützen wollen, beteiligen Sie sich bitte auch an der Fahrradsternfahrt. Wir werden auf den Hauptverkehrsstraßen, z. B. auch über die Köhlbrandbrücke, zum WM-Dorf auf dem Heiligengeistfeld fahren und am Ende auch die Möglichkeit bieten, die „altonale", das Stadtteilfest mit Kultstatus, zu besuchen. Direkt davor endet nämlich unsere Sternfahrt.

Also dann, bis zum 18. Juni!